Thömus Rennvelo Fahrer

Veloabenteuer Bern – Varazze

100 Veloverrückte fahren von Bern in 24h nonstop ans Mittelmeer

Der Berner Velo-Unternehmer Thomas Binggeli feiert mit seinem „Thömus Veloshop“ Jubiläum. Seit 25 Jahren produziert Binggeli aus Liebe zum Velo Hightech-Sportgeräte. Zum Jubiläum schenkt er sich und seiner Community ein spezielles Abenteuer: in 24 Stunden geht’s von Bern ans Mittelmeer, nonstop!

Die Geschichte ist bekannt. 1991 verkaufte Binggeli in Ferienabwesenheit seiner Eltern die letzten Schafe vom Hof um sich mit dem Geld Werkzeug für seine erste Velowerkstatt zu kaufen. Das ist 25 Jahre her. Nun folgt ein neues Projekt, das auch das Potential dazu hat eine legendäre Thömus Geschichte zu werden. Mit über 100 Kunden fährt Thomas Binggeli am 20. und 21. August vom Hauptsitz in Oberried bei Köniz ins italienische Varazze ans Mittelmeer. 500 Kilometer. Und das nonstop. 24 Stunden sind gemäss Marschtabelle nötig.

100 „verrückte“ Kunden fahren mit

Die Idee zum Veloabenteuer des Jahres kam Thomas Binggeli vor 2 Jahren. Zu seinem 40. Geburtstag hat ihm sein Bruder Markus dieses Abenteuer geschenkt. In einer kleinen Gruppe von 6 Personen fuhren sie damals los. Nun sind es über 100 Personen die mitfahren. „Letzten Herbst haben wir mit der Werbung für den Anlass begonnen. Und der Rücklauf war überwältigend. Viele begannen noch im letzten Oktober mit dem Training und haben es bis heute durchgezogen!“, zeigt sich Binggeli begeistert.

Der grosse St. Bernhard als Pièce de résistance
Die Strecke führt von Oberried (bei Köniz) via Fribourg, La Roche und Aigle nach Martigny. Nun geht’s hoch auf den St. Bernhard, den höchsten Punkt der Strecke. Wer nun das Gefühl hat, ab der Passhöhe geht’s nur noch bergab bis ans Meer, der irrt. Der Weg führt durchs Aosta-Tal via Ivrea, Asti und Acqui Terme nach Varazze ans Meer. Hügelig. Ein stetes auf und ab. Besonders fies ist der letzte Anstieg kurz vor dem Meer. Trotz Meeresluft in der Nase gilt es noch einmal knapp 400 Höhenmeter zu bewältigen. Am Ende werden es auf den 486 Kilometer 6‘000m bergauf und 6‘700m bergab sein.

Kopfsache versus Kondition
Die Teilnehmer sind in 8 Gruppen aufgeteilt. Sie starten am Samstag, 20. August zwischen 12 und 16 Uhr. Eine Gruppe fährt schon um 8 Uhr los und übernachtet kurz im Aostatal. Der Rest fährt durch. Mindestens 24 Stunden am Stück. Auch durch die Nacht. Da wird die Kondition plötzlich zweitklassig. Über Ankommen oder Aufgabe wird in den meisten Fällen der Kopf entscheiden. „Die Zusammenstellung der Gruppen war eine Herausforderung!“, offenbart Binggeli und erklärt: „Der Mix ist entscheidend. Jede Gruppe hat seine Leader, Komiker, Dampflokomotiven und Ortskundige. Nur so werden wir es schaffen!“. Die ersten Radfahrer werden am Sonntag um 16 Uhr in Varazze erwartet.

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